Interviewvorbereitung ohne Auswendiglernen

Auswendig gelernte Sätze klingen steif. Besser sind drei Kernbotschaften und Übungen mit echten Rückfragen.

Gesprächssituation in einem hellen Büro

Sprecherinnen und Sprecher scheitern selten an fehlendem Wissen. Sie scheitern an der Unsicherheit, was sie sagen dürfen und was sie weglassen sollten. Deshalb beginnen wir Trainings mit einer klaren Grenzziehung: Fakten, die stehen, Themen, die vertieft werden, und Bereiche, die an Fachleute verwiesen werden.

Drei Kernbotschaften reichen für die meisten Interviews. Jede Botschaft braucht ein Beispiel oder eine Zahl, die im Kopf bleibt. Formulierungen dürfen leicht variieren – das klingt menschlicher als ein auswendig gelerntes Manuskript.

Üben Sie Rückfragen, die unangenehm sind. Freundliche Einstiegsfragen bereiten nicht auf den Moment vor, in dem nach Verantwortung, Kosten oder Fehlern gefragt wird. Kurze Pausen vor der Antwort sind erlaubt und wirken souveräner als hastige Rechtfertigung.

Nach dem Training empfehlen wir eine kurze Nachbesprechung mit der Presseansprechperson, damit Erfahrungen aus dem echten Interview in die nächste Vorbereitung einfließen.

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